Der Immobilienkauf in der Türkei stützt sich auf zwei zentrale Dokumente: das Tapu (Eigentumsurkunde) und das İskan (Nutzungsgenehmigung).
Das Tapu betrifft das Eigentum
Das Tapu wird beim Katasteramt (Tapu Müdürlüğü) ausgestellt. Auf dem Dokument sind vermerkt: Katasternummer, Fläche, Eigentumsanteil, Name des Käufers und des Verkäufers. Ohne Tapu gibt es keinen Kauf.
Das İskan betrifft die Legalität des Gebäudes
Das İskan bestätigt, dass das Gebäude gemäß Bauplan errichtet und von der Stadtverwaltung abgenommen wurde. Ohne İskan lassen sich keine dauerhaften Versorgungsanschlüsse einrichten und kein Stromzähler auf den eigenen Namen anmelden.
Checkliste für Käufer
- Eine türkische Steuernummer (vergi numarası) beantragen — innerhalb einer Stunde in jedem Finanzamt.
- Ein Konto bei einer türkischen Bank eröffnen und das Geld über DASK überweisen.
- Den Vorvertrag unterzeichnen und eine Anzahlung leisten (üblicherweise 5–10 %).
- Ein Wertgutachten (degerleme) einholen — für Ausländer verpflichtend.
- Den Antrag beim Tapu-Amt stellen und die Gebühr von 4 % entrichten.
Im Durchschnitt dauert das Verfahren 7–14 Werktage.