Kestel ist ein Viertel 6 km vom Zentrum Alanyas entfernt. Einst war es ein eigenständiges Dorf, heute ein Wohnbezirk mit eigenem Strand, Schulen und einer kleinen Ferieninfrastruktur. Die Familie von Anna und Michail Smirnow lebt hier im dritten Jahr.
Warum gerade Kestel
«Wir haben uns Mahmutlar angesehen, aber dort sind zu viele Touristen und es ist abends laut. In Kestel ist es ruhiger, und trotzdem erreicht man mit dem Dolmuş in 10 Minuten das Zentrum. Und — was wichtig ist — hier gibt es eine private russische Schule.»
Lebenshaltungskosten
- Miete einer 2+1-Wohnung in einem Komplex mit Pool: €520/Monat
- Aidat (Nebenkosten des Komplexes): €60/Monat
- Schule (privat, zweisprachig): €380/Monat pro Kind
- Lebensmittelkorb für eine vierköpfige Familie pro Woche: €110
Was nicht gefallen hat
«Im Winter leert sich das Viertel. Die Hälfte der türkischen Nachbarn fährt nach Ankara, die Hälfte der Russen nach Russland. Wer eine lebhafte Szene das ganze Jahr über sucht, ist hier falsch.»
Was besonders ans Herz gewachsen ist
Der Freitagsmarkt an der Kestel-Moschee, wo im Mai die ersten Süßkirschen und Quitten auftauchen. Und die langen Spaziergänge bis zum Dim-Fluss — entlang der neuen Uferpromenade, vorbei an den Fischerbooten.