Bis 1221 hieß die Stadt Kalonoros — „schöner Berg“ auf Griechisch. Sie gehörte dem armenischen Fürsten Kyr Vard. Und alles hätte so bleiben können, wäre da nicht eine militärpolitische Entscheidung des seldschukischen Sultans Alaeddin Keykubad I. gewesen.
Die Belagerung
Im Januar 1221 rückte der Sultan mit Reiterei an die Mauern von Kalonoros heran. Die Stadt war vom Meer aus uneinnehmbar und von den Bergen aus fast uneinnehmbar. Die Belagerung zog sich über vier Monate hin — und endete mit Diplomatie, nicht mit einem Sturm: Fürst Kyr Vard übergab die Festung im Austausch gegen Ländereien in Akşehir und die Heirat des Sultans mit seiner Tochter.
Die Umbenennung
Die Stadt erhielt den Namen Alâiye — zu Ehren Alaeddins. Das türkische „Alanya“ ist eine spätere, osmanische Abwandlung, die erst 1935 per Erlass Atatürks endgültig festgelegt wurde.
Was geblieben ist
Der Großteil der Festungsmauern (6,5 km), der Kızıl Kule, die Tersane, die Süleymaniye-Moschee — all das wurde unter Alaeddin oder kurz danach errichtet. Heute zeigt Alanya den Touristen im Grunde das seldschukische 13. Jahrhundert, ein wenig überzuckert mit der Ferienidylle des 21.
Die Festungsmauern und der Aufstieg zum Nordturm.